CO2-Rechner Schweiz
Ihren CO2-Fussabdruck berechnen — Schweizer Durchschnitt 14 t/Jahr (mit Importen). Kategorien: Wohnen, Mobilität, Ernährung und Konsum.
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Ihre CO2-Verteilung nach Kategorie
Vergleich mit Schweizer Durchschnitt (14 t/Jahr)
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So verwenden Sie den CO2-Rechner
Geben Sie Ihre Angaben zu den vier Hauptkategorien ein. Der Rechner vergleicht Ihren persönlichen Fussabdruck mit dem Schweizer Durchschnitt (14 t CO2e/Jahr) und dem Paris-Ziel (2 t).
- Wohnen: Heizungstyp und Wohnfläche (geteilt durch Haushaltsgrösse)
- Mobilität: Jahreskilometer Auto und Flugstunden (mit RFI-Faktor ×2)
- Ernährung: Von vegan (1.1 t) bis fleischreich (3.5 t/Jahr)
- Konsum: Von minimal (2.5 t) bis sehr hoch (10 t/Jahr)
Auto: km × CO2-Faktor (Benziner: 165 g/km, E-Auto: 30 g/km)
Flüge: Flugstunden × 800 km/h × 255 g CO2e/pkm × RFI-Faktor 2
Heizung: m² × 120 kWh/m²/Jahr × Emissionsfaktor
CO2-Fussabdruck Schweiz: Wo kommen 14 Tonnen her?
Der Schweizer CO2-Fussabdruck von 14 Tonnen ist ein Konsum-basierter Wert — er berücksichtigt auch die Emissionen, die im Ausland für Schweizer Importe entstehen (graue Energie).
Die Aufteilung nach Kategorien (Schweizer Durchschnitt):
- Konsum (inkl. Importe): ca. 5 t (36%) — Kleidung, Elektronik, Dienstleistungen
- Mobilität: ca. 3.5 t (25%) — Auto, Flüge, öffentlicher Verkehr
- Wohnen: ca. 3 t (21%) — Heizung, Warmwasser, Haushaltsstrom
- Ernährung: ca. 2.5 t (18%) — v.a. Fleisch und tierische Produkte
Im Gegensatz dazu beträgt der Produktions-basierte CO2-Ausstoss in der Schweiz nur ca. 4.5 t/Person — weil die Schweiz die emissionsintensive Produktion mehrheitlich ins Ausland ausgelagert hat.
Die grössten Hebel zur CO2-Reduktion
- Flugreisen streichen: Ein Langstreckenflug (Zürich–New York) erzeugt ca. 3–5 t CO2e (mit RFI-Faktor). Das entspricht einem grossen Teil Ihres jährlichen Budgets.
- Auto aufgeben oder elektrifizieren: Bei 15000 km/Jahr spart ein E-Auto gegenüber einem Benziner ca. 2 t CO2e/Jahr.
- Heizung umstellen: Von Ölheizung auf Wärmepumpe: ca. 2–4 t Einsparung/Jahr (abhängig von Wohnfläche und aktuellem Verbrauch).
- Fleischkonsum reduzieren: Von omnivor auf vegetarisch: ca. 0.8–1 t/Jahr. Komplett vegan: ca. 1.4 t gegenüber omnivor.
- Konsum reduzieren: Weniger kaufen, länger nutzen, Secondhand: bis zu 2–3 t/Jahr.
Schweizer Klimapolitik und CO2-Abgabe
Die Schweiz hat sich im CO2-Gesetz das Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein (Netto-Null). Das CO2-Abgabe-System macht emissionsintensives Heizen teurer:
- CO2-Abgabe auf Heizöl/Gas: CHF 120/Tonne CO2 (2026)
- Rückverteilung: 2/3 an Bevölkerung über Krankenkasse, 1/3 für Gebäudeprogramm
- Emissionshandelssystem (ETS): Grossemittenten (Industrie, Luftfahrt) kaufen Zertifikate
- Pronovo-Förderprogramm: Unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien (Photovoltaik)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ca. 14 Tonnen CO2e pro Person und Jahr inkl. Importemissionen (Konsum-basiert). Ohne graue Energie aus dem Ausland: ca. 6–7 Tonnen. Das Paris-Ziel liegt bei 2 Tonnen bis 2050.
Der RFI (Radiative Forcing Index) berücksichtigt, dass Flugzeuge nicht nur CO2, sondern auch Wasserdampf, Stickoxide und Kondensstreifen erzeugen, die in grosser Höhe 2–5× klimaschädlicher sind als CO2 allein. Ein üblicher Faktor ist 2.0 (konservativ), manche Studien verwenden 3.0.
Schweizer Strom hat einen der niedrigsten CO2-Intensitäten Europas: ca. 35 g CO2e/kWh (2024, Importmix berücksichtigt). Wasserkraft und Kernkraft dominieren. Im Vergleich: Europäischer Durchschnitt ca. 250–350 g CO2e/kWh, Deutschland ca. 400 g CO2e/kWh.
CO2-Kompensationen (z.B. myclimate, atmosfair) können sinnvoll sein, ersetzen aber keine eigene Reduktion. Qualität ist entscheidend: Nur Projekte mit Gold Standard oder VCS-Zertifizierung wählen. Die primäre Strategie sollte immer Vermeidung vor Kompensation sein.