Wärmelast-Rechner (Heizlast)
Heizlast für Schweizer Gebäude berechnen — Überschlag, raumweise Berechnung und Sanierungsvergleich mit Wärmepumpen-Empfehlung.
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Heizlast berechnen — die Grundlage für Wärmepumpen
Die Heizlast (Normheizlast nach SIA 384.201) ist die maximale Wärmeleistung, die ein Gebäude bei der Normaussentemperatur benötigt. Sie ist die Grundlage für die Dimensionierung jeder Heizanlage — besonders der Wärmepumpe.
Spezifische Heizlasten Schweizer Gebäude
Teilsaniert (1970–1985): 80–100 W/m²
Energetisch saniert (1985–2000): 50–70 W/m²
Neubau nach MuKEn (2000–2010): 35–55 W/m²
Minergie-Standard: 20–35 W/m²
Minergie-P / Passivhaus: 10–20 W/m²
Klimaregionen und Normaussentemperaturen
Die SIA 381/2 definiert Klimadaten für Schweizer Gemeinden. Die Normaussentemperatur (NAT) ist entscheidend für die Heizlastberechnung:
Voralpen (FR, ZG, SZ): NAT –10°C bis –12°C | 2100 Volllaststunden
Alpen (GR, VS, UR): NAT –12°C bis –16°C | 2500 Volllaststunden
Tessin: NAT –5°C bis –7°C | 1500 Volllaststunden (mildes Klima)
Förderung für Wärmepumpen in der Schweiz
Für den Einbau einer Wärmepumpe gibt es in der Schweiz verschiedene Förderprogramme. Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen (EnAW) fördert Heizungsersatz und Gebäudehülle. Die Förderbeiträge variieren je nach Kanton und Anlagetyp: Luft-Wasser-WP bis CHF 3000, Sole-Wasser-WP bis CHF 6000 oder mehr. Zusätzlich gibt es steuerliche Abzüge für energetische Sanierungen.
Häufige Fragen
Die Heizlast ist die maximale Wärmeleistung, die Ihr Gebäude am kältesten Tag des Jahres benötigt. Sie ist massgebend für die Dimensionierung der Wärmepumpe: Zu kleine WP kann das Haus nicht ausreichend heizen, zu grosse WP taktet häufig und läuft ineffizient.
Als Faustregel: Heizlast (kW) ± 20% für die WP-Nennleistung. Für ein 150 m² Einfamilienhaus (teilsaniert, 70 W/m²) ergibt sich ~10,5 kW Heizlast → WP 10–12 kW empfohlen. Lassen Sie die Dimensionierung immer durch einen Heizungsplaner nach SIA 384 verifizieren.
Volllaststunden (h/Jahr) geben an, wie viele Stunden die Heizanlage unter Volllast laufen müsste, um den gesamten Jahreswärmebedarf zu decken. Im Mittelland: ca. 1800 h, in den Alpen: 2500 h. Jahreswärmebedarf (kWh) = Heizleistung (kW) × Volllaststunden.
Eine Sanierung lohnt sich sowohl energetisch als auch wirtschaftlich, wenn die Energieeinsparung die Investition über 15–25 Jahre amortisiert. Bei alten Öl-/Gasheizungen und hohen Energiepreisen ist die Wirtschaftlichkeit meist gegeben. Förderprogramme von Bund und Kantonen (Gebäudeprogramm) verbessern die Wirtschaftlichkeit erheblich.
kWh/(m²·a) ist der Jahreswärmebedarf pro Quadratmeter. Altbau: 150–200, teilsaniert: 80–120, gut saniert: 40–70, Minergie: unter 40. Dieser Wert steht auch im GEAK (Gebäudeenergieausweis der Kantone) und ist Grundlage für Förderanträge.
Raumweise Heizlast-Verteilung
Heizlast pro Raum [kW]:
SIA 384.201 Norm vs. Überschlag + Sanierungsvarianten
Sanierungsvarianten — Heizlast nach Massnahme:
| Variante | Invest. netto | Heizkosten/J. | Einspar./J. | Amortis. |
|---|---|---|---|---|
| Keine Sanierung | — | CHF 3'110 | — | — |
| Dachdämmung + Fenster | CHF 22'000 | CHF 2'419 | CHF 691 | 31.8 J. |
| Fassade + Dach + Fenster | CHF 52'000 | CHF 1'555 | CHF 1'555 | 33.4 J. |
| Vollsanierung + WP Luft | CHF 70'000 | CHF 672 | CHF 2'438 | 28.7 J. |
| MINERGIE-Sanierung + WP Sole | CHF 105'000 | CHF 179 | CHF 2'931 | 35.8 J. |