Notgroschen Rechner Schweiz
Berechnen Sie Ihren idealen Notgroschen mit Schweizer Lebenshaltungskosten — inklusive Franchise-Risiko, Mietkaution und Kündigungsschutz.
✓ Kostenlos · Keine Registrierung · Berechnung lokal im Browser · Keine Daten gespeichert
So verwenden Sie den Notgroschen-Rechner
Der Notgroschen-Rechner berechnet Ihre persönliche Notreserve angepasst an die Schweizer Lebensrealität. Geben Sie Ihre Fixkosten, Franchise und Familiensituation ein und erhalten Sie eine auf Sie zugeschnittene Empfehlung.
- Tab "Empfehlung": Geben Sie Ihre Fixkosten, Franchise, Familienstatus und vorhandene Ersparnisse ein. Der Rechner zeigt, wie viel Sie brauchen und wie viel fehlt.
- Tab "Sparplan": Berechnen Sie, wie lange es dauert, Ihr Ziel mit Ihrer monatlichen Sparrate zu erreichen — inkl. Zinseszins.
- Tab "Risiko-Analyse": Sehen Sie, wie gut Sie gegen Stellenverlust abgesichert sind — mit ALV-Taggeld-Simulation und Lücken-Analyse.
Notgroschen-Formel für die Schweiz
Empfohlener Notgroschen =
Fixkosten × 3–6 Monate
+ Franchise + Selbstbehalt (max. CHF 700)
+ Reserve für Unvorhergesehenes (CHF 1500–2000)
Zusätzlich empfohlen:
+ 3 Monatsmieten (Mietkaution bei Umzug)
Grundlage: Schweizer Verbraucherschutzempfehlungen | OR Art. 257e (Mietkaution) | AVIG (ALV-Wartezeit 20-30 Tage)
Rechenbeispiel: Zürcher Single, CHF 6500 Nettolohn
Ausgangslage:
- Monatliche Fixkosten: CHF 3200 (Miete CHF 1900, NK, KK, Handy, Abos)
- Krankenkassen-Franchise: CHF 1500
- Selbstbehalt max: CHF 700
- Anstellung: Festanstellung (Kündigungsfrist 1 Monat)
Berechnung:
- Basisbetrag (3 Monate): CHF 9600
- Franchise-Risiko: CHF 1500 + CHF 700 = CHF 2200
- Unvorhergesehenes: CHF 1500
- Total empfohlen: CHF 13300
Zusätzlich für Umzugsreserve: 3 × CHF 1900 = CHF 5700 Mietkaution
Komfort-Notgroschen: CHF 19000
Schweizer Besonderheiten beim Notgroschen
1. Krankenkassenfranchise und Selbstbehalt
Das Schweizer Grundversicherungssystem sieht eine jährliche Franchise (CHF 300–2500) vor. Dazu kommt der Selbstbehalt von 10% auf die Kosten über der Franchise, maximal CHF 700 pro Jahr (CHF 350 für Kinder). Das maximale Jahresrisiko beträgt also CHF 300–3200 pro Person. Wer eine hohe Franchise hat, spart zwar Prämien, braucht aber einen grösseren Notgroschen.
2. Mietkaution (OR Art. 257e)
Bei einem Wohnungswechsel verlangt der neue Vermieter in der Regel eine Mietkaution von bis zu 3 Nettomiesmieten. Diese liegt auf einem gesperrten Kautionskonto. Da man die alte Kaution oft erst nach Wochen zurückerhält, brauchen Sie die neue Kaution aus eigenen Mitteln. Bei CHF 1800 Nettomiete sind das bis zu CHF 5400 — ein erheblicher Posten.
3. ALV-Wartezeit und Taggeld
Bei Stellenverlust müssen Sie 20–30 Wartetage selbst finanzieren, bevor die erste Arbeitslosenentschädigung eintrifft. Danach erhalten Sie 70% des versicherten Verdienstes (80% bei Kindern oder über 55 Jahren). Der versicherte Verdienst ist auf CHF 148200/Jahr begrenzt. Die Lücke zwischen ALV und Ihren tatsächlichen Fixkosten muss aus dem Notgroschen gedeckt werden.
4. Wo anlegen: Schweizer Optionen 2026
Geeignete Konten für den Notgroschen in der Schweiz (liquide, sicher):
- PostFinance Sparkonto E: ca. 0.75% p.a., sofort verfügbar
- ZKB Sparkonto: ca. 0.75–1.0% p.a.
- Online-Banken (Neon, Yuh): bis 1.5% p.a., app-basiert
- Kantonalbanken: ca. 0.5–1.0% p.a., ESTV-gesichert
Nicht geeignet: Säule 3a (nicht vorzeitig beziehbar), Pensionskasse, Aktien, ETF, Krypto. Der Notgroschen muss innerhalb von 1–2 Tagen verfügbar sein.
| Kategorie | Bezeichnung | CHF/Monat | Pflicht? | |
|---|---|---|---|---|
| Total Pflichtausgaben | CHF 3'350 | |||
| Total alle Ausgaben | CHF 3'530 | |||
Häufige Fragen zum Notgroschen in der Schweiz
Mindestens 3 Monate Fixkosten — in der Schweiz typisch CHF 10000–20000 je nach Haushalt. Wegen hoher Franchise, möglicher Mietkaution und ALV-Wartezeit empfehlen Schweizer Finanzberater oft 4–6 Monate. Selbständige sollten 6 Monate einplanen.
Höhere Mieten (Ø CHF 1500–2500/Monat in Städten), Franchise-Risiko von bis zu CHF 3200/Jahr und Mietkaution bis 3 Monatsmieten machen den Schweizer Notgroschen grösser. Zudem gibt es kein staatliches Wohngeld und der Selbstbehalt bei der Krankenkasse entfällt nicht automatisch.
Nein. Die Säule 3a ist gebundenes Vorsorgekapital und kann nur in bestimmten Ausnahmefällen (Eigenheim, Auswanderung, Selbständigkeit) vorzeitig bezogen werden. Der Notgroschen muss jederzeit sofort verfügbar sein — daher Sparkonto oder Tagesgeldkonto.
Richten Sie einen Dauerauftrag am Zahltag ein (Pay Yourself First). Beginnen Sie mit CHF 200–500/Monat. Sparpotenziale: Prämienverbilligung beantragen, Franchise optimieren, Netflix/Abos kürzen. Ein Ziel von CHF 10000 ist mit CHF 300/Monat in ca. 33 Monaten erreichbar.
Füllen Sie ihn nach einem Notfall so schnell wie möglich wieder auf — erhöhen Sie die Sparrate vorübergehend. Der Notgroschen ist kein Investmentkapital, sondern Ihr finanzielles Sicherheitsnetz. Solange er aufgebraucht ist, sind Sie anfällig für weitere finanzielle Schocks.