Cyber-Versicherung Rechner Schweiz
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Cyber-Risiken für Schweizer KMU — die Fakten
Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) der Schweiz registrierte 2023 über 34\'000 gemeldete Cybervorfälle — die Dunkelziffer ist deutlich höher. Schweizer KMU sind besonders attraktive Angriffsziele, weil sie oft wertvolle Daten besitzen, aber weniger IT-Sicherheitsressourcen als Grossunternehmen haben.
- Ransomware: Häufigste Angriffsmethode. Systemverschlüsselung, Lösegeld CHF 5\'000–500\'000
- CEO-Fraud / Phishing: Betrügerische E-Mails, die zu Zahlungen verleiten. Schäden oft CHF 10\'000–100\'000
- Datenpannen: Gestohlene Kunden- oder Mitarbeiterdaten. DSG-Meldepflicht + Haftungsrisiken
- DDoS-Angriffe: Webseite / Systeme werden lahmgelegt. Umsatzausfall je nach Abhängigkeit
Was deckt eine Cyber-Versicherung?
Eine gute Cyber-Police deckt alle wesentlichen Schadenskomponenten nach einem Cyberangriff:
- IT-Forensik (15% der Kosten): Externe IT-Spezialisten analysieren den Angriff, sichern Beweise und ermöglichen die Wiederherstellung.
- Systemwiederherstellung (25%): Kosten für Neuinstallation von Systemen, Datenrettung, neue Hardware und Sicherheitsmassnahmen.
- Betriebsunterbrechung (30%): Entschädigung für Umsatzausfall während des Ausfalls. Gerade für Online-Shops und dienstleistungsbasierte Unternehmen kritisch.
- DSG-Benachrichtigung (10%): Kosten für Benachrichtigung betroffener Personen und Meldung beim EDÖB (gesetzlich vorgeschrieben seit 1.9.2023).
- Rechtskosten und Bussen (20%): Anwaltskosten, Prozesskosten, teils Bussgeldzahlungen nach DSG (max. CHF 250\'000 für verantwortliche Person).
DSG-Compliance und Cyber-Versicherung
Seit dem 1. September 2023 gilt das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz (DSG, nDSG). Die wichtigsten Neuerungen für KMU:
- Meldepflicht: Datenpannen müssen dem EDÖB innerhalb von 72 Stunden gemeldet werden
- Privacy by Design: Datenschutz muss von Beginn an in Systeme eingebaut sein
- Auskunftsrecht: Betroffene haben erweiterte Rechte auf Auskunft und Löschung
- Bussen: Bis CHF 250\'000 für verantwortliche natürliche Personen (nicht Firma)
- Verzeichnispflicht: KMU müssen ein Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten führen
Cyber-Versicherungen decken die Kosten für die Erfüllung dieser Pflichten: Anwaltskosten für DSG-Beratung, Benachrichtigungskosten, Rechtskosten bei Beschwerden beim EDÖB.
Richtige Deckungssumme wählen
Faustformeln für die Deckungssumme:
- Einzelunternehmen / Freelancer: CHF 50\'000–100\'000 genügt meist
- Klein-KMU (2–9 MA): CHF 100\'000–250\'000 empfohlen
- Mittel-KMU (10–49 MA): CHF 250\'000–500\'000, je nach IT-Abhängigkeit
- Gross-KMU (50+ MA): CHF 500\'000–2\'000\'000+, individuell kalkulieren
- Gesundheits- / Finanzbranche: Immer mindestens CHF 500\'000 wegen Datensensitivität
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Jahresprämien für KMU-Cyber-Versicherungen in der Schweiz: Einzelunternehmen ca. CHF 300–500, Klein-KMU ca. CHF 600–1\'200, Mittel-KMU ca. CHF 1\'500–4\'000, Gross-KMU ca. CHF 4\'000–15\'000+. IT-Branche und Gesundheitswesen zahlen wegen höherem Risikoprofil 40–70% mehr.
Nein — die Standard-Betriebshaftpflicht schliesst Cyber-Risiken in der Regel aus oder deckt sie nur sehr eingeschränkt. Für umfassenden Schutz ist eine separate Cyber-Police notwendig.
Ja. Seit 1.9.2023 müssen Datenpannen, die ein hohes Risiko für betroffene Personen darstellen, dem EDÖB innert 72 Stunden gemeldet werden. Cyber-Versicherungen unterstützen bei der Erfüllung dieser Pflicht und decken die damit verbundenen Kosten.
Anbieter geben Rabatte für: Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), regelmässige Backups (offline), aktuell gepatchte Systeme, Mitarbeiterschulungen, Endpoint-Protection-Software, regelmässige Penetrationstests. Gut abgesicherte KMU zahlen bis 25–30% weniger Prämie.