Cashflow-Prognose-Rechner Schweiz

13-Wochen- oder 12-Monats-Cashflow-Prognose für Schweizer KMU: Monatliche Einnahmen und Ausgaben inkl. MwSt, AHV/BVG und 13. Monatslohn — Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen.

Von der Redaktion darlehenrechner.ch · Aktualisiert: 16. April 2026

CHF
Aktueller Kassenbestand oder Kontostand zu Beginn des Planungszeitraums
PeriodeEinnahmenAusgabenMwSt-ZahlungAHV/BVG13. MonatslohnCashflowKumuliert
Januar
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CHF 17'500CHF 67'500
Februar
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CHF
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CHF 17'500CHF 85'000
März
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CHF 17'500CHF 102'500
April
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CHF 17'500CHF 120'000
Mai
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CHF 17'500CHF 137'500
Juni
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CHF 17'500CHF 155'000
Juli
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CHF 17'500CHF 172'500
August
CHF
CHF
CHF
CHF
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CHF 17'500CHF 190'000
September
CHF
CHF
CHF
CHF
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CHF 17'500CHF 207'500
Oktober
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CHF
CHF
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CHF 17'500CHF 225'000
November
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF 11'500CHF 236'500
Dezember
CHF
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CHF
CHF
CHF
CHF 17'500CHF 254'000
Gesamte EinnahmenCHF 960'000
Gesamte Ausgaben (inkl. Abgaben)CHF 756'000
Netto-Cashflow GesamtCHF 204'000
Minimale LiquiditätCHF 67'500
Kein LiquiditätsengpassAlles im grünen Bereich

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So verwenden Sie den Cashflow-Prognose-Rechner

Der Rechner erstellt eine vollständige Cashflow-Prognose für Ihr KMU — inklusive aller typischen Schweizer Zahlungszyklen. Besonders wertvoll für Bankgespräche, Investitionsplanung und zur frühzeitigen Erkennung von Liquiditätsengpässen.

  1. Horizont wählen: 12 Monate für strategische Planung, 13 Wochen für operative Kurzfristplanung.
  2. Anfangs-Kontostand eingeben: Aktueller Saldo aller Bankkonten und Kasse.
  3. Monatliche Werte anpassen: Einnahmen, Ausgaben, MwSt-Zahlungen, AHV/BVG und 13. Monatslohn pro Monat individuell eintragen.
  4. Engpass-Anzeige beachten: Rot markierte Monate bedeuten einen negativen kumulierten Saldo — Handlungsbedarf!

Schweizer Zahlungskalender für KMU

Quartalsweise fällig:

  • AHV/IV/EO: Zahlung an die Ausgleichskasse im März, Juni, September, Dezember (monatlich zurückstellen: AN+AG = ca. 10.6% des Bruttolohns)
  • BVG-Beiträge: Je nach PK-Reglement monatlich oder quartalsweise (7–18% des koordinierten Lohns)
  • MwSt (quartalsweise Abrechner): Fällig 60 Tage nach Quartalsende (30. Mai, 30. August, 30. November, 28. Februar)
  • MwSt (halbjährlich): Fällig im August und Februar

Jährlich / einmalig:

  • 13. Monatslohn: Typischerweise mit November-Lohn ausbezahlt. Monatliche Rückstellung von 1/12 des Monatslohns dringend empfohlen.
  • Gewinnsteuervorauszahlungen: AG/GmbH quartalsweise, Einzelfirmen nach Einschätzung.

Rechenbeispiel: Zürcher Beratungsunternehmen

Ausgangslage:

  • Anfangs-Kontostand: CHF 80000
  • Monatliche Einnahmen: CHF 120000 (Beratungsleistungen)
  • Monatliche Ausgaben: CHF 85000 (Löhne, Miete, sonstiges)
  • AHV/BVG: CHF 8500/Monat (rückgestellt, quartalsweise fällig)
  • MwSt: CHF 9000/Quartal
  • 13. Monatslohn im November: CHF 18000

Kritischer Monat November: Durch 13. Monatslohn (CHF 18000) + reguläre Ausgaben kann der Kontostand sinken, selbst bei positivem operativem Cashflow. Die Prognose macht dies sichtbar — und zeigt, ob eine Kreditlinie nötig ist.

Cashflow-Management für Schweizer KMU

Laut einer Studie der UBS und der IHK Zürich scheitern über 60% der Schweizer KMU-Insolvenzen nicht an mangelnder Profitabilität, sondern an Liquiditätsengpässen. Die häufigsten Ursachen sind zu lange Debitorenlaufzeiten, ungeplante Grossausgaben und fehlende Puffer für saisonale Schwankungen.

Die 3 Liquiditätskennzahlen für Bankgespräche

  • Liquiditätsgrad 1 (Cash Ratio): Flüssige Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten ≥ 20%
  • Liquiditätsgrad 2 (Quick Ratio): (Flüssige Mittel + Forderungen) / KV ≥ 100%
  • Liquiditätsgrad 3 (Current Ratio): Umlaufvermögen / KV ≥ 150%

Sofortmassnahmen bei drohendem Engpass

  • Kontokorrentlinie erhöhen (kurzfristige Lösung)
  • Factoring aktivieren: Debitoren sofort zu 80–95% liquidieren
  • MwSt-Ratenzahlung bei ESTV beantragen (Art. 86 MWSTG)
  • AHV-Zahlungsaufschub bei der Ausgleichskasse anfragen
  • Sale-and-Lease-Back für Betriebsmittel

Häufige Fragen zur Cashflow-Prognose

Eine Cashflow-Prognose zeigt, wann und wie viel Geld in Ihr Unternehmen fliesst und abfliesst. Sie hilft, Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Für Schweizer KMU sind 13-Wochen- und 12-Monats-Prognosen Standard. Banken verlangen Cashflow-Planungen bei Kreditgesprächen.

Wichtige saisonale Zahlungen: AHV/IV/EO quartalsweise (März, Juni, September, Dezember), MwSt 60 Tage nach Quartalsende, 13. Monatslohn im November, Steuern quartalsweise. Diese erzeugen planbare Liquiditätsspitzen — die Prognose macht sie sichtbar.

Ein Liquiditätsengpass entsteht, wenn Ausgaben Einnahmen übersteigen — auch bei profitablen Unternehmen. Massnahmen: Kontokorrentlinie einrichten, Debitorenlaufzeit verkürzen, Factoring nutzen, MwSt und AHV monatlich zurückstellen.

Gewinn und Cashflow können stark abweichen: Ein profitables Unternehmen kann illiquide sein (z.B. durch lange Debitorenlaufzeiten). Cashflow ist für das tägliche Überleben entscheidend — Gewinn für die langfristige Wertschöpfung.

Faustregel: 2–3 Monatsausgaben. Bei saisonalen Branchen bis 6 Monate. Zusätzlich eine Kontokorrentlinie als Sicherheitsnetz einrichten. Das SECO empfiehlt regelmässige Cashflow-Prognosen als Pflichtübung für KMU-Führungskräfte.

Datenquellen: Eidg. Steuerverwaltung (ESTV), Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), Bundesamt für Statistik (BFS), Schweizerische Nationalbank (SNB), Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Stand: April 2026. Alle Angaben ohne Gewähr — Haftungsausschluss.

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