Cashflow-Prognose-Rechner Schweiz
13-Wochen- oder 12-Monats-Cashflow-Prognose für Schweizer KMU: Monatliche Einnahmen und Ausgaben inkl. MwSt, AHV/BVG und 13. Monatslohn — Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen.
| Periode | Einnahmen | Ausgaben | MwSt-Zahlung | AHV/BVG | 13. Monatslohn | Cashflow | Kumuliert |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 67'500 |
| Februar | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 85'000 |
| März | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 102'500 |
| April | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 120'000 |
| Mai | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 137'500 |
| Juni | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 155'000 |
| Juli | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 172'500 |
| August | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 190'000 |
| September | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 207'500 |
| Oktober | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 225'000 |
| November | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 11'500 | CHF 236'500 |
| Dezember | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | CHF 17'500 | CHF 254'000 |
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So verwenden Sie den Cashflow-Prognose-Rechner
Der Rechner erstellt eine vollständige Cashflow-Prognose für Ihr KMU — inklusive aller typischen Schweizer Zahlungszyklen. Besonders wertvoll für Bankgespräche, Investitionsplanung und zur frühzeitigen Erkennung von Liquiditätsengpässen.
- Horizont wählen: 12 Monate für strategische Planung, 13 Wochen für operative Kurzfristplanung.
- Anfangs-Kontostand eingeben: Aktueller Saldo aller Bankkonten und Kasse.
- Monatliche Werte anpassen: Einnahmen, Ausgaben, MwSt-Zahlungen, AHV/BVG und 13. Monatslohn pro Monat individuell eintragen.
- Engpass-Anzeige beachten: Rot markierte Monate bedeuten einen negativen kumulierten Saldo — Handlungsbedarf!
Schweizer Zahlungskalender für KMU
Quartalsweise fällig:
- AHV/IV/EO: Zahlung an die Ausgleichskasse im März, Juni, September, Dezember (monatlich zurückstellen: AN+AG = ca. 10.6% des Bruttolohns)
- BVG-Beiträge: Je nach PK-Reglement monatlich oder quartalsweise (7–18% des koordinierten Lohns)
- MwSt (quartalsweise Abrechner): Fällig 60 Tage nach Quartalsende (30. Mai, 30. August, 30. November, 28. Februar)
- MwSt (halbjährlich): Fällig im August und Februar
Jährlich / einmalig:
- 13. Monatslohn: Typischerweise mit November-Lohn ausbezahlt. Monatliche Rückstellung von 1/12 des Monatslohns dringend empfohlen.
- Gewinnsteuervorauszahlungen: AG/GmbH quartalsweise, Einzelfirmen nach Einschätzung.
Rechenbeispiel: Zürcher Beratungsunternehmen
Ausgangslage:
- Anfangs-Kontostand: CHF 80000
- Monatliche Einnahmen: CHF 120000 (Beratungsleistungen)
- Monatliche Ausgaben: CHF 85000 (Löhne, Miete, sonstiges)
- AHV/BVG: CHF 8500/Monat (rückgestellt, quartalsweise fällig)
- MwSt: CHF 9000/Quartal
- 13. Monatslohn im November: CHF 18000
Kritischer Monat November: Durch 13. Monatslohn (CHF 18000) + reguläre Ausgaben kann der Kontostand sinken, selbst bei positivem operativem Cashflow. Die Prognose macht dies sichtbar — und zeigt, ob eine Kreditlinie nötig ist.
Cashflow-Management für Schweizer KMU
Laut einer Studie der UBS und der IHK Zürich scheitern über 60% der Schweizer KMU-Insolvenzen nicht an mangelnder Profitabilität, sondern an Liquiditätsengpässen. Die häufigsten Ursachen sind zu lange Debitorenlaufzeiten, ungeplante Grossausgaben und fehlende Puffer für saisonale Schwankungen.
Die 3 Liquiditätskennzahlen für Bankgespräche
- Liquiditätsgrad 1 (Cash Ratio): Flüssige Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten ≥ 20%
- Liquiditätsgrad 2 (Quick Ratio): (Flüssige Mittel + Forderungen) / KV ≥ 100%
- Liquiditätsgrad 3 (Current Ratio): Umlaufvermögen / KV ≥ 150%
Sofortmassnahmen bei drohendem Engpass
- Kontokorrentlinie erhöhen (kurzfristige Lösung)
- Factoring aktivieren: Debitoren sofort zu 80–95% liquidieren
- MwSt-Ratenzahlung bei ESTV beantragen (Art. 86 MWSTG)
- AHV-Zahlungsaufschub bei der Ausgleichskasse anfragen
- Sale-and-Lease-Back für Betriebsmittel
Häufige Fragen zur Cashflow-Prognose
Eine Cashflow-Prognose zeigt, wann und wie viel Geld in Ihr Unternehmen fliesst und abfliesst. Sie hilft, Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Für Schweizer KMU sind 13-Wochen- und 12-Monats-Prognosen Standard. Banken verlangen Cashflow-Planungen bei Kreditgesprächen.
Wichtige saisonale Zahlungen: AHV/IV/EO quartalsweise (März, Juni, September, Dezember), MwSt 60 Tage nach Quartalsende, 13. Monatslohn im November, Steuern quartalsweise. Diese erzeugen planbare Liquiditätsspitzen — die Prognose macht sie sichtbar.
Ein Liquiditätsengpass entsteht, wenn Ausgaben Einnahmen übersteigen — auch bei profitablen Unternehmen. Massnahmen: Kontokorrentlinie einrichten, Debitorenlaufzeit verkürzen, Factoring nutzen, MwSt und AHV monatlich zurückstellen.
Gewinn und Cashflow können stark abweichen: Ein profitables Unternehmen kann illiquide sein (z.B. durch lange Debitorenlaufzeiten). Cashflow ist für das tägliche Überleben entscheidend — Gewinn für die langfristige Wertschöpfung.
Faustregel: 2–3 Monatsausgaben. Bei saisonalen Branchen bis 6 Monate. Zusätzlich eine Kontokorrentlinie als Sicherheitsnetz einrichten. Das SECO empfiehlt regelmässige Cashflow-Prognosen als Pflichtübung für KMU-Führungskräfte.