Familienzulagen Rechner Schweiz
Familienzulagen für alle 26 Kantone berechnen: Kinderzulage, Ausbildungszulage und Geburtszulage nach FamZG — mit Kantonsvergleich und 2026er Werten.
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So verwenden Sie den Familienzulagen-Rechner
Drei Tabs für alle Bereiche der Schweizer Familienzulagen:
- Kinderzulagen — Wählen Sie Ihren Arbeitskanton, Anzahl Kinder und Beschäftigungsstatus. Der Rechner zeigt monatliche und jährliche Kinderzulagen, allfällige Geburtszulage und prüft ob der Kanton über dem Bundesminimum liegt.
- Ausbildungszulagen — Für Kinder ab 16 Jahren in Ausbildung. Geben Sie Alter, Ausbildungsart und allfälliges Einkommen des Kindes ein.
- Kantonsvergleich — Wie viel mehr zahlt der grosszügigste Kanton über einen definierten Zeitraum? Konkreter Frankenunterschied zwischen den Kantonen.
Schweizer Familienzulagenrecht (FamZG)
Das Bundesgesetz über die Familienzulagen (FamZG), in Kraft seit 2009, regelt die Mindeststandards der Familienzulagen in der Schweiz. Zentrale Punkte:
- FamZG Art. 3 — Arten der Zulagen: Kinderzulage (0–15 J.), Ausbildungszulage (16–25 J.), Geburtszulage (kantonal).
- FamZG Art. 4 — Anspruchsberechtigt sind alle in der Schweiz erwerbstätigen Personen mit Kindern bis 16 (25 bei Ausbildung).
- FamZG Art. 5 — Bundesminimum: CHF 200/Mt. Kinderzulage, CHF 250/Mt. Ausbildungszulage (keine Indexierung — dieselben Beträge seit 2009).
- FamZG Art. 19 — Nichterwerbstätige: Anspruch bei Wohnsitz in CH und Einkommen unter einer bestimmten Grenze.
- FamZG Art. 20–22 — Prioritätsregeln bei Doppelverdienern: Wohnkantonprinzip, Unselbständigkeit vor Selbständigkeit.
Familienzulagen nach Kanton 2026 (Übersicht)
Die folgenden Beträge gelten für Arbeitnehmende im jeweiligen Kanton (Kinderzulage / Ausbildungszulage):
Genf (GE): CHF 311 / CHF 444 pro Monat
Waadt (VD): CHF 311 / CHF 400 pro Monat
Wallis (VS): CHF 280 / CHF 330 pro Monat
Neuenburg (NE): CHF 275 / CHF 340 pro Monat
Am Bundesminimum:
Schwyz (SZ): CHF 200 / CHF 250 pro Monat
Uri (UR): CHF 215 / CHF 265 pro Monat
Obwalden (OW): CHF 215 / CHF 265 pro Monat
Zürich (ZH), Bern (BE), Luzern (LU):
CHF 230 / CHF 280 pro Monat
Rechenbeispiel: 2 Kinder, 10 Jahre
Kanton Zürich (ZH):
2 × CHF 230 = CHF 460 / Monat
Jahresanspruch: CHF 5520
Über 10 Jahre: CHF 55200
Kanton Genf (GE):
2 × CHF 311 = CHF 622 / Monat
Jahresanspruch: CHF 7464
Über 10 Jahre: CHF 74640
Differenz GE vs. ZH: CHF 19440 über 10 Jahre
Familienzulagen — Anspruch, Priorität und Doppelverdiener
Das Bundesgesetz über die Familienzulagen (FamZG) setzt Mindeststandards, die Kantone können höhere Beträge festlegen. Die Unterschiede sind erheblich: Genf und Waadt zahlen über CHF 300/Kind/Monat, während Schwyz und Appenzell Innerrhoden beim Bundesminimum von CHF 200 bleiben.
- Arbeitskanton-Prinzip: Massgebend ist der Kanton, in dem der anspruchsberechtigte Elternteil arbeitet — nicht der Wohnkanton
- Steuerfreiheit: Familienzulagen sind vollständig steuerfreies Einkommen (DBG Art. 285 Abs. 1)
- Geburtszulagen: Nur einige Kantone zahlen eine einmalige Geburtszulage (NE, VD, FR, JU, BL)
Alle 26 Kantone — Familienzulagen 2026 (2 Kinder)
| Rang | Kanton | Kinderzulage / Mt. | Ausbildungszulage / Mt. | Geburtszulage | Total Kd. / Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| #1 | GE — Genf | CHF 622 | CHF 888 | — | CHF 7'464 |
| #2 | VD — Waadt | CHF 622 | CHF 800 | CHF 1'543 | CHF 7'464 |
| #3 | NE — Neuenburg | CHF 550 | CHF 680 | CHF 1'726 | CHF 6'600 |
| #4 | VS — Wallis | CHF 560 | CHF 660 | — | CHF 6'720 |
| #5 | FR — Freiburg | CHF 520 | CHF 660 | CHF 1'500 | CHF 6'240 |
| #6 | JU — Jura | CHF 520 | CHF 660 | CHF 1'500 | CHF 6'240 |
| #7 | BS — Basel-Stadt | CHF 520 | CHF 650 | — | CHF 6'240 |
| #8 | BL — Basel-Landschaft | CHF 500 | CHF 620 | CHF 1'000 | CHF 6'000 |
| #9 | AG — Aargau | CHF 460 | CHF 560 | — | CHF 5'520 |
| #10 | BE — Bern | CHF 460 | CHF 560 | — | CHF 5'520 |
| #11 | LU — Luzern | CHF 460 | CHF 560 | — | CHF 5'520 |
| #12 | SH — Schaffhausen | CHF 460 | CHF 560 | — | CHF 5'520 |
| #13 | SO — Solothurn | CHF 460 | CHF 560 | — | CHF 5'520 |
| #14 | TI — Tessin | CHF 460 | CHF 560 | — | CHF 5'520 |
| #15 | ZG — Zug | CHF 460 | CHF 560 | — | CHF 5'520 |
| #16 | ZH — Zürich | CHF 460 | CHF 560 | — | CHF 5'520 |
| #17 | AR — Appenzell A.Rh. | CHF 440 | CHF 540 | — | CHF 5'280 |
| #18 | GR — Graubünden | CHF 440 | CHF 540 | — | CHF 5'280 |
| #19 | SG — St. Gallen | CHF 440 | CHF 540 | — | CHF 5'280 |
| #20 | TG — Thurgau | CHF 440 | CHF 540 | — | CHF 5'280 |
| #21 | GL — Glarus | CHF 430 | CHF 530 | — | CHF 5'160 |
| #22 | NW — Nidwalden | CHF 430 | CHF 530 | — | CHF 5'160 |
| #23 | OW — Obwalden | CHF 430 | CHF 530 | — | CHF 5'160 |
| #24 | UR — Uri | CHF 430 | CHF 530 | — | CHF 5'160 |
| #25 | AI — Appenzell I.Rh. | CHF 400 | CHF 500 | — | CHF 4'800 |
| #26 | SZ — Schwyz | CHF 400 | CHF 500 | — | CHF 4'800 |
Häufige Fragen zu Familienzulagen in der Schweiz
Bundesminimum: CHF 200/Monat Kinderzulage (0–15 J.) und CHF 250/Monat Ausbildungszulage (16–25 J.). Die meisten Kantone zahlen mehr: Zürich CHF 230, Basel CHF 260, Genf CHF 311. Der kantonale Unterschied über 16 Jahre bei 2 Kindern kann über CHF 40000 betragen.
Anspruchsberechtigt ist der Elternteil mit Erwerbseinkommen. Bei Doppelverdienern gelten Prioritätsregeln (FamZG Art. 20–22): Vorrang hat der Elternteil im Kanton, in dem das Kind wohnt. Die Zulage wird nur einmal ausbezahlt — bei unterschiedlichen kantonalen Tarifen wird die Differenz nachgezahlt.
Nein — Familienzulagen sind in der Schweiz steuerfreies Einkommen (DBG Art. 285 Abs. 1, StHG Art. 7 Abs. 4 lit. c). Sie werden weder als Einkommens- noch als Vermögenssteuer erfasst. Dies gilt für alle Arten: Kinderzulage, Ausbildungszulage und Geburtszulage. Sie müssen in der Steuererklärung nicht deklariert werden.
Kantone mit Geburtszulage 2026: Neuenburg (NE) CHF 1726, Waadt (VD) CHF 1543, Freiburg (FR) und Jura (JU) je CHF 1500, Basel-Landschaft (BL) CHF 1000. Die meisten Kantone (ZH, BE, BS, ZG, AG, etc.) kennen keine Geburtszulage. Das FamZG schreibt keine Geburtszulage vor.
Ja — Grenzgänger, die in der Schweiz arbeiten, haben grundsätzlich Anspruch auf Schweizer Familienzulagen für ihre Kinder (FamZG Art. 4). Für EU/EFTA-Bürger gilt das Koordinationsprinzip: Es wird im Beschäftigungsland gezahlt. Falls im Heimatland höhere Zulagen bezahlt würden, leistet die Schweiz keinen Ergänzungsbeitrag. Prüfen Sie die Koordination mit den Familienzulagen Ihres Heimatlands.