Blutdruck Rechner
Blutdruckwerte beurteilen nach WHO-Kategorien und Schweizerischer Herzstiftung. Systolischen und diastolischen Wert eingeben — sofortige Einordnung mit Risikokategorie und Empfehlungen.
✓ Kostenlos · Keine Registrierung · Berechnung lokal im Browser · Keine Daten gespeichert
So funktioniert der Blutdruck-Rechner
Geben Sie Ihren systolischen (oberen) und diastolischen (unteren) Blutdruckwert in mmHg ein. Optional können Sie auch Ihren Puls eintragen. Der Rechner bewertet Ihre Werte nach den aktuellen Richtlinien der WHO (2018) und der Schweizerischen Herzstiftung.
Hinweis: Dieser Rechner dient zur Orientierung und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Für eine zuverlässige Blutdruckdiagnose sind mehrere Messungen über mehrere Tage erforderlich.
Blutdruckkategorien nach WHO
Verlaufstracker
| Datum | Sys. | Dia. | Puls | Kategorie | |
|---|---|---|---|---|---|
| 2026-04-16 | 120 | 80 | 72 | Normal |
Blutdruck richtig messen
5 Minuten ruhig sitzen, nicht reden, nicht rauchen, kein Kaffee
Position:
Rücken angelehnt, Beine nicht überkreuzt, Arm auf Herzhöhe
Manschette:
Korrekte Grösse (Mitte des Oberarms), keine engen Ärmel
Mehrfachmessung:
2–3 Messungen im Abstand von 1–2 Minuten, Mittelwert nehmen
Zeitpunkt:
Morgens vor dem Frühstück und abends — nach der Stiftung Herzmedizin Zürich
MAP und Pulsdruck — was sie bedeuten
- Mittlerer arterieller Druck (MAP): MAP = Diastolisch + (Systolisch − Diastolisch) / 3. Normalbereich: 70–100 mmHg. Wichtig für die Organperfusion (Niere, Gehirn, Herz).
- Pulsdruck (PP): Systolisch − Diastolisch. Normalbereich: 30–60 mmHg. Erhöhter Pulsdruck (>60 mmHg) kann auf Arteriosklerose oder Herzklappenfehler hinweisen.
Bluthochdruck in der Schweiz
Rund 30% der Schweizer Bevölkerung leidet an Bluthochdruck — viele davon wissen es nicht. Die Schweizerische Herzstiftung empfiehlt allen Erwachsenen ab 18 Jahren eine regelmässige Blutdruckkontrolle. In der Schweiz werden Blutdruckmessgeräte für die Heimanwendung von der Krankenkasse nicht erstattet, sind aber zu CHF 30–80 in Apotheken erhältlich.
MAP / Pulsdruck-Analyse
PP-Formel: PP = Sys - Dia. Erhohter PP (>60 mmHg) zeigt versteifende Arterien (Arteriosklerose).
Häufige Fragen zum Blutdruck
Der Blutdruck unterliegt einem natürlichen Tagesrhythmus: Morgens steigt er beim Aufwachen rasch an (typisch höchster Wert), tagsüber ist er aktiv erhöht, nachts und früh morgens am niedrigsten. Körperliche Aktivität, Stress, Kaffee, Alkohol und Kälte erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Daher sollte man immer zur gleichen Tageszeit und unter gleichen Bedingungen messen.
Weisskittelhypertonie (auch "Praxishypertonie") ist ein erhöhter Blutdruck beim Arzt, der zu Hause normal ist. Ursache ist die Aufregung beim Arztbesuch. Betrifft 15–25% der Patienten. Lösung: Blutdrucktagebuch mit Heimblutdruckmessungen führen (2× täglich, über 7 Tage) und dem Arzt vorlegen, oder 24-Stunden-Blutdruckmessung (ABPM).
Hypotonie ist dauerhaft niedriger Blutdruck unter 100/60 mmHg. Symptome: Schwindel, Müdigkeit, Schwarzwerden vor Augen beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie). In der Schweiz betrifft Hypotonie häufiger Frauen und ist meist harmlos. Gegenmassnahmen: viel trinken (2–3L/Tag), langsam aufstehen, Wechselduschen, Sport, leicht gesalzene Kost.
MAP = Diastolisch + (Systolisch − Diastolisch) / 3. Normalwert: 70–100 mmHg. Der MAP ist der durchschnittliche Druck in den Arterien während eines Herzschlagzyklus. Er ist wichtig für die Perfusion der Organe — ein MAP unter 65 mmHg kann zu Organversagen führen (Schock). Bei Hypertonie-Patienten strebt man MAP-Werte unter 100 mmHg an.