Preiskalkulation Rechner Schweiz
Berechnen Sie den richtigen Verkaufspreis für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung — mit Zuschlagskalkulation, Stundensatz-Kalkulation und Marge-Ziel. Inklusive Schweizer MwSt 8.1%, 2.6% und 3.8%.
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So verwenden Sie den Preiskalkulation-Rechner
Wählen Sie die für Ihr Unternehmen passende Kalkulationsmethode:
- Tab "Zuschlagskalkulation": Für Hersteller und Handwerk. Addiert Material-, Fertigungs- und Gemeinkostenzuschläge und berechnet den kostendeckenden Verkaufspreis inkl. Gewinnzuschlag und MwSt.
- Tab "Stundensatz": Für Dienstleister, Berater und Freelancer. Berechnet den kostendeckenden Stundensatz aus Lohn, Sozialabgaben, Bürokosten und produktiven Stunden pro Jahr.
- Tab "Marge-Ziel": Wenn Sie eine Ziel-Bruttomarge kennen. Berechnet den Nettopreis, Markup, Deckungsbeitrag und Break-Even aus dem Einkaufspreis.
Marge vs. Markup — der wichtigste Unterschied
Bruttomarge (Marge):
Marge = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) / Verkaufspreis × 100
Markup:
Markup = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) / Einkaufspreis × 100
Beispiel: Einkauf CHF 100, Verkauf netto CHF 150
Marge = 33.3% | Markup = 50%
Merke: Die gleiche Spanne ergibt immer eine kleinere Marge als Markup.
Rechenbeispiel: Stundensatz IT-Berater Zürich
Ausgangslage:
- Jahresgehalt (Basis): CHF 120000
- Sozialabgaben (AHV, BVG, UVG): 14% = CHF 16800
- Bürokosten (Home Office, IT, Versicherung): CHF 18000/Jahr
- Produktive Stunden: 1600 h/Jahr
- Gewinnaufschlag: 20%
Ergebnis:
- Gesamtkosten: CHF 154800/Jahr
- Kostendeckender Stundensatz: CHF 96.75/h
- Mit 20% Gewinnaufschlag: CHF 116.10/h netto
- Inkl. 8.1% MwSt: CHF 125.50/h brutto
Preiskalkulation für Schweizer KMU
Die korrekte Preiskalkulation ist einer der häufigsten Fehler bei Schweizer Selbständigen und KMU. Besonders Dienstleister unterschätzen systematisch ihre Kosten:
- Sozialabgaben als Selbständiger: AHV-Beitrag 10.6% des Reingewinns, plus freiwilliges BVG (empfohlen). Viele kalkulieren nur den "Lohn", nicht die Sozialabgaben.
- Nicht-fakturierbare Zeit: Akquise, Angebote, Verwaltung, Weiterbildung, Krankheit, Ferien nehmen 30–50% der Arbeitszeit in Anspruch.
- MwSt-Falle: Wer nicht MwSt-pflichtig ist und einen "günstigen" Preis anbietet, hat oft faktisch keinen Kostenvorteil — der MwSt-pflichtige Wettbewerber kann die Vorsteuer abziehen.
Branchenübliche Margen in der Schweiz
Typische Bruttomargen nach Branche (SECO/BFS-Daten): Detailhandel 20–40%, Grosshandel 10–25%, Gastronomie 60–70% (nach Wareneinsatz), IT-Dienstleistungen 40–60%, Beratung 50–70%, Industrie 25–45%. Als KMU sollten Sie auch die branchenübliche Marge als Benchmark kennen.
Häufige Fragen zur Preiskalkulation
Marge = (VK - EK) / VK × 100%. Markup = (VK - EK) / EK × 100%. Beispiel: EK CHF 100, VK CHF 150 → Marge 33.3%, Markup 50%. Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis, der Markup auf den Einkaufspreis.
Normalsatz 8.1% für die meisten Waren/Dienstleistungen. Reduziert 2.6% für Lebensmittel, Bücher, Medikamente. Beherbergung 3.8% für Hotels. Steuerbefreit (0%) für Exporte, Bildung, Gesundheit, Finanzdienstleistungen.
Stundensatz = (Jahreslohn + Sozialabgaben + Bürokosten) / Produktive Stunden × (1 + Gewinnaufschlag). Typisch sind 1400–1800 produktive Stunden/Jahr. Als Selbständiger zahlen Sie den vollen AHV-Satz (10.6%) und BVG ist freiwillig aber empfohlen.
Die Zuschlagskalkulation addiert Material-, Fertigungs- und Gemeinkostenzuschläge und Gewinnzuschlag. Eignet sich für Industrie, Baugewerbe und Handwerk. Der Fertigungsgemeinkostenzuschlag kann im maschinenintensiven Betrieb 200–400% betragen. Für Dienstleister eignet sich die Stundensatz-Kalkulation besser.
MwSt-Pflicht ab CHF 100\'000 Jahresumsatz. Darunter ist eine freiwillige Registrierung möglich — lohnt sich bei hoher Vorsteuer. Abrechnung quartalsweise bei der ESTV. Der Saldosteuersatz ist für KMU mit Umsatz bis CHF 5 Mio. möglich.