Wahrscheinlichkeitsrechner

Einfache Wahrscheinlichkeit, Bayes-Theorem, Binomialverteilung und Schweizer Lotto (6 aus 42) berechnen. Ergebnis in %, Dezimal und Bruch — mit vollständigem Rechenweg.

Von der Redaktion darlehenrechner.ch · Aktualisiert: 16. April 2026

Schnellrechner Schnelle Schatzung
Anzahl der Ereignisse, die das gewünschte Ergebnis liefern
Gesamtanzahl der möglichen Ergebnisse
Wie viele Kugeln werden gezogen? (nur für Urnenmodell)
Wie viele Treffer sollen in den Ziehungen auftreten?
Wahrscheinlichkeit P(A)30 % | 0,30000000 | 3/10
Gegenwahrscheinlichkeit P(Ā)?P(Ā) = 1 − P(A)70 % | 0,70000000 | 7/10
FormelP = k/n = 3/10 = 0.3
In 1 von x Versuchen?Erwartungsgemässe Häufigkeitca. 1 von 3 Versuchen

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Wahrscheinlichkeit berechnen — Grundformeln

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung quantifiziert die Chance, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt. Sie liegt immer zwischen 0 (unmöglich) und 1 (sicher).

Klassische Wahrscheinlichkeit (Laplace):
P(A) = günstige Ereignisse / mögliche Ereignisse = k/n

Gegenwahrscheinlichkeit:
P(Ā) = 1 − P(A)

Additionssatz (sich ausschliessende Ereignisse):
P(A ∪ B) = P(A) + P(B)

Multiplikationssatz (unabhängige Ereignisse):
P(A ∩ B) = P(A) × P(B)
Beispiele:

Würfel (6 Seiten), P(gerade Zahl): P = 3/6 = 1/2 = 50%
Münzwurf, P(zweimal Kopf): P = 1/2 × 1/2 = 1/4 = 25%
Karten, P(Ass): P = 4/52 = 1/13 ≈ 7,69%
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Zweistufiges Baumdiagramm für bedingte Wahrscheinlichkeiten. Jeder Pfad zeigt das Produkt der Teilwahrscheinlichkeiten.
1. Stufe (Ereignisse)
2. Stufe (bedingte Ereignisse)
Rot (0,4)Treffer (0,7) → 0,28Kein Treffer (0,3) → 0,12Blau (0,6)Treffer (0,7) → 0,42Kein Treffer (0,3) → 0,18
Rot ∩ Treffer0,4 × 0,7 = 28 %
Rot ∩ Kein Treffer0,4 × 0,3 = 12 %
Blau ∩ Treffer0,6 × 0,7 = 42 %
Blau ∩ Kein Treffer0,6 × 0,3 = 18 %
Summe aller Pfade100 %

Urnenmodell und Verteilungen

Urnenmodell

Das Urnenmodell ist ein klassisches Modell: Eine Urne enthält Kugeln verschiedener Farben. Man zieht eine oder mehrere Kugeln und fragt nach der Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Kombination.

  • Mit Zurücklegen: Jede gezogene Kugel wird zurückgelegt, bevor die nächste gezogen wird. Die Züge sind unabhängig → Binomialverteilung.
  • Ohne Zurücklegen: Die Kugel bleibt draussen. Die Züge sind abhängig → Hypergeometrische Verteilung.

Hypergeometrische Verteilung (ohne Zurücklegen)

P(X = x) = C(M, x) × C(N−M, m−x) / C(N, m)

N = Gesamtanzahl, M = Trefferkugeln, m = Ziehungen, x = gewünschte Treffer

Binomialverteilung (mit Zurücklegen)

P(X = k) = C(n, k) × p^k × (1−p)^(n−k)
E(X) = n × p (Erwartungswert)
σ = √(n × p × (1−p)) (Standardabweichung)

Bayes-Theorem in der Praxis

Das Bayes-Theorem wird häufig in der Medizin verwendet. Beispiel: Ein Test auf eine seltene Krankheit (Prävalenz 1%) hat eine Sensitivität von 95% und eine Falsch-Positiv-Rate von 5%. Selbst bei positivem Testergebnis beträgt die Wahrscheinlichkeit, wirklich krank zu sein, nur ca. 16% — weil die Krankheit selten ist.

Schweizer Lotto 6 aus 42

Beim Swiss Lotto von Swisslos werden 6 Zahlen aus 42 gezogen (ohne Zurücklegen). Die Gesamtanzahl der Kombinationen beträgt C(42,6) = 5245786. Mit optionaler Glückszahl (1–6) erhöht sich die Schwierigkeit für Hauptgewinne um den Faktor 6.

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Normalverteilung N(μ, σ²)

μ=0-2σ-1σ+1σ+2σ
Wahrscheinlichkeit (Fläche)68,2689 %
Als Dezimal0,68268947
Z-Score für x₁-1
68-95-99.7 Regel±1σ: 68,27% | ±2σ: 95,45% | ±3σ: 99,73%

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Klassisch: P(A) = günstige Ereignisse / mögliche Ereignisse. Beispiel: Würfeln einer 6 → P = 1/6 ≈ 16,67%. Das Ergebnis ist immer zwischen 0 (unmöglich) und 1 (sicher). Dieser Rechner zeigt das Ergebnis in Prozent, Dezimal und Bruchform.

Mit Zurücklegen: Die Zusammensetzung der Urne bleibt bei jedem Zug gleich — Binomialverteilung. Ohne Zurücklegen: Jede gezogene Kugel fehlt beim nächsten Zug — hypergeometrische Verteilung. Beim Lotto wird ohne Zurücklegen gezogen.

Bayes sagt: P(A|B) = P(B|A) × P(A) / P(B). Auf Deutsch: «Wenn B beobachtet wurde, wie wahrscheinlich ist A?» Beispiel: Test positiv (B) → wie wahrscheinlich ist die Krankheit (A)? Entscheidend ist die Vorab-Häufigkeit (Prävalenz) von A.

Beim Swiss Lotto (6 aus 42): P = 1/5245786 ≈ 0.000019%. Für 3 Richtige ca. 1:35, für 4 Richtige ca. 1:733. Mit richtiger Glückszahl jeweils durch 6 dividieren. Im Vergleich: Deutsches Lotto (6 aus 49) hat eine Jackpot-Chance von 1:13983816.

Die Binomialverteilung beschreibt n unabhängige Bernoulli-Versuche mit Erfolgswahrscheinlichkeit p. Formel: P(X=k) = C(n,k) × p^k × (1-p)^(n-k). Erwartungswert: n×p. Standardabweichung: √(n×p×(1-p)). Dieser Rechner berechnet auch P(X≤k) und P(X≥k).

Datenquellen: Eidg. Steuerverwaltung (ESTV), Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), Bundesamt für Statistik (BFS), Schweizerische Nationalbank (SNB), Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Stand: April 2026. Alle Angaben ohne Gewähr — Haftungsausschluss.

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